Chilianbau 2010

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Es war hart, es war schwierig, nicht leicht, so eine Auswahl zu treffen. Jetzt steht es dennoch fest. Aus allen Chili-Sorten, die ich 2010 bis zur Reife gepflegt habe, dürfen einige Edelsorten auch 2011 wieder wachsen.
 
Dazu werden sich eine Keim-Niete aus 2010 sowie zwei Billig-Supermarktfunde gesellen. Hier meine Saatgutliste für die kommende Saison.

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Habe mal wieder einen Supermarktchilifund gemacht, und konnte nicht wiederstehen die Packung mitzunehmen. Es handelt sich um eine Art Nachfüllpackung getrockneter kleiner Chilis, die unter dem Markennnamen Malaya Gewürze vertrieben werden. Zu finden sind die in durchsichtigen Plastikbeuteln mit rotem Aufdruck verpackten Gewürze in Edeka-Märkten.

Einfacher gehts nimmer. Wer seine Chiliernte eingefahren hat, sollte unbedingt eine Hand voll Schoten beiseite legen und trocknen. So hat man auch noch Monate nach der Ernte was von seinen geliebten Chilis.   
 
Eine ultra-kurz-und-einfach Anleitung gibts hier - plus Anregungen für Alternativen.  

Augen auf beim Supermarkt-Einkauf. Immer wieder mal bieten die großen Ketten in ihren Frischeregalen verschiedene Chilisorten an, die Discounter mal ausgenommen. Mit ein wenig Glück lassen sich aus diesen Chilis keimfähige Samen gewinnen. Ich habe beim Habanero-Angebot zugeschlagen.


Da ich in diesem Jahr von einem Bekannten drei wirklich tolle Tomaten-Setzlinge geschenkt bekommen habe, und zwei dieser Sorten nächstes Jahr unbedingt wieder anbauen möchte, hab ich mich mal schlau gemacht, wie sich Tomaten einfach selbst vermehren lassen.
 
Die hier beschrieben Methode empfand ich am praktikabelsten. Ob es wirklich funktioniert, wird sich im Zeitraum Januar bis Februar herausstellen. Dann beginnt die Anzucht fürs die kommende Gartensaison.     

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Dieses Rezept ist denkbar einfach. Man benötigt eigentlich nur ein paar Tomaten. Meiner Version spendierte ich ein paar kleine Habanero-Stücke für das gewisse Kribbeln auf der Zunge. Dass das Zeugs nun aber wie ein Rachen-Großbrand wirkt, hätte ich eigentlich ahnen müssen.

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Dieses Rezept ist für alle, die es gerne etwas schärfer haben wollen. Außer einer Hand voll Chilis braucht man nicht viel. Die Schärfe läßt sich über die Chilisorten steuern. Mein Versuch kommt noch vergleichsweise harmlos daher und wurde aus den relativ milden Chilis der Ernte 2010 hergestellt.
 
Wer es pikanter braucht, sollte das Sriracha-Rezept mal mit Habaneros oder vergleichbaren Schoten probieren.

Das fetzt, ich sags euch. Dieses Rezept müßt ihr unbedingt ausprobieren. Je nachdem, was man bei der Zubereitung variiert, landet man geschmacklich nahe bei den süß-sauren Chili-Soßen, die bei nahezu allen Asia-Food Läden auf dem Tisch stehen, bis hin zu feurig scharfen Variationen, die grade mal noch leicht süßlich und sauer schmecken.
 
Hier gibts das Grundrezept und alle Variationsvorschläge, die ich bereits ausprobiert habe.

Nachdem die Chili-Ernte im September bis Oktober langsam abgeschlossen sein sollte, wird es wieder Zeit sich Gedanken über die kommende Chilisaison zu machen.
 
Damit nicht jedes Jahr aufs neue Sämereien aus dem Internet geordert werden müssen, zeige ich hier, wie sich Chili- und Tomatensamen (die Tomaten durften sich den Balkon dieses Jahr ja mit den Chilis teilen) aus der eigenen Ernte gewinnen lassen und wo sonst noch Sämereien zum abgreifen schlummern. 
 

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Spätestens wenn im September und Oktober die ersten Chilischoten reifen und sich immer mehr scharfe Früchtchen in einem Sammellager in der Küche häufen, dann stellt sich ambitionierten Chilizüchtern die Frage: "Wohin mit dem ganzen scharfen Zeugs?"
 
In diesem Kapitel stell ich einige Einsatzgebiete und Rezepte zum Haltbarmachen der Chiliernte vor.  
 

Zuerst das Klagen über einen langen kalten Frühling, jetzt stöhnen alle wegen der "Hitzewelle". So wie es ist, ists nie recht.  Ich versteh das nicht. Endlich klettern die Temperaturen hier bei uns mal über die 30 Grad. Und von mir aus könnten sie da auch das ganze Jahr über bleiben. Naja, so wie ich sehen das jedenfalls auch meine zahlreichen Bewohner der Chiliplantage auf dem Balkon.
 
Die Pflanzen sind in den vier heißen letzten Wochen regelrecht explodiert. Bis auf eine Pflanze blühen alle. Die Sorten Capsicum spp (grüner Hot Pepper) und Wiang Ping Pepper tragen bereits grüne, zirka fünf Zentimeter lange Früchte. Inmitten zarter Blütenblätter sind aber auch bei den anderen bereits kleine grüne Knollen deutlich erkennbar.

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Die Königsblüte in der ersten Y-Verzweigung Rund fünf Monate sind vergangen seit ich die Chili-Samen für das Keimen ausgesät habe. Einige Exemplare sind höher (~50 Zentimeter) als andere (~20 Zentimerter). Vor allem die Samen aus eigenem Anbau haben sich prächtig entwickelt und ordentlich Höhe gemacht. Deutlich unterscheiden sich die einzelnen Sorten im Pflanzenwuchs und an den Blättern.
 
Eines haben die Gewächse jedoch gemeinsam. Alle haben nun die erste Y-Verzweigung erreicht. Das heißt, dass sich der Haupttrieb in zwei Triebe aufgespalten hat. Und genau in dieser Gabelung bilden sich derzeit die Königsblüten. Einige sind bereits so weit gediehen, dass sie kurz vor der Blüte stehen. Bei weniger weit entwickelten Pflanzen sind erst kleine Auswüchse in der Gabelung sichtbar.

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Die Chilis sind jetzt ins Freie auf den Balkon umgezogen. Zur Feier des Tages hat ein freundlicher Arbeitskollege drei exotische Tomatenstauden spendiert.
 
Und weil die Chilis so nett sind, durften die drei Tomaten-Exoten auf dem Chili-Treppen Eigenbau gleich zur Untermiete mit einziehen. Die neue Bio-WG versteht sich übrigens prächtig.

Platz ist ein Fremdwort auf dem kleinen Südbalkon und den in Frage kommenden Fenstersimsen in meiner Wohnung. Ganz mutig und zuversichtlich hab ich im Februar mal locker weit über zehn Töpfe mit den scharfen Schoten kultiviert (Alle Infos zum Chilianbau 2010 gibts hier).
 
Dabei hätte ich aus dem Vorjahr doch wissen müssen, wie groß die Teile werden. 60 bis 80 Zentimeter Höhe sind locker drin, rund 30 Zentimeter Breite sollten es zudem sein. Wo all diese tollen Gewächse ab mitte Mai draußen auf dem Balkon Platz finden sollen, darüber hab ich mir damals noch keine Gedanken gemacht. Blöd, denn langsam aber sicher klettern die Chilis nach oben und breiten sich in der Fläche weiter aus.
 
Der Pflanztisch wird bald zu klein werden und die Chilis müssen ins Freie. Blumenkästen sind zu klein und wetteranfällig. Ein Tisch oder eine große Bank würde zu viel Platz verschwenden. Eine Lösung mußte her. Die Chili-Treppe im Eigenbau.     

Viel gibt es  von meiner Chilizucht 2010 nicht zu berichten. Die Pflänzchen stehen einfach da, lassen es sich gut gehen, mehr aber nicht. Beachtung finden sie ebenfalls nicht mehr ganz so viel, außer beim nregelmäßige Gießen. Ansonsten verbindet uns an einem Normaltag reichlich wenig.
 
Damit aber auch wirklich jedes Stadium dokumentiert ist, egal ob spannend oder nicht, hab ich am Sonntag mal zwei kräftige Pflänzchen ausgesucht (beide so ca. acht Zentimeter hoch) und mich als Chilifotograf engagiert. Herausfgekommen sind einige wirklich hübsche Bilder vom scharfen Nachwuchs. 

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