Keime

Nahezu schleichend mutiert mein jährlicher Chilianbau zu einer professionellen Tomatenzucht. Jetzt haben nämlich zwei Fiascetto-Pflanzen und zwei Balkonzauber-Pflanzen ihr endgültiges Zuhause bezogen - noch vor allen meinen Habaneros, Bird Peppers und Co. Ihr neues Heim: ein großer viereckiger Blumenkübel mit ausreichend Platz für vier kleinwüchsige Tomatenstauden.

... nur die scharfe Pflanzenschar ... NICHT! Okay, ich war glaub zu früh dran mit den Tomaten. Alle Tomatenkeime haben sich bereits durch die obere Erdschicht gebohrt und eifern mit ihren feinen Blättern in Richtung Sonne. Die Chilis hingegen genießen noch die gemütliche Geborgenheit unter der Erde.
 
Rund zwei Wochen nachdem ich alle Samen gemeinsam zum Keimen aufgestellt habe, setzen sich die Tomaten in Sachen Wachstum deutlich von den Chilis ab. Im nächsten Jahr sollte ich die Tomaten wohl besser ein wenig später ins Rennen schicken.

Was tun, wenn alle 20 vorhandenen Anzuchttöpfe bereits belegt sind, die viel zu zahlreich keimenden Samen aber drum flehen, auch wachsen zu dürfen? Einfach Gott spielen, und nur die Fittesten überleben lassen? Den Rest in die Tonne kicken? Nein, viel zu schade um das wertvolle Saatgut.
 
Dumm nur, wenn man weder Zeit noch Lust hat noch einmal ins Gartencenter zu dackeln. Ein Arbeitskollege lupfte mich zum Glück auf die simple Idee, die Dinger einfach selbst herzustellen. Und so gehts.

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