Ab welchem Wert wegschmeißen oder reparieren?
Lohnt es sich, in eine defekte Ein-Euro-Sprühflache, Vollplastik, einfachste Qualität, Zeit und Material zu investieren? Ich denke ja, zumindest in diesem Fall. Sie sprüht jetzt wieder wie am ersten Tag.
Ganz grundsätzlich sollte man sich das eigentlich schon beim Kauf vergewissern. Für einen Euro bekommt man ein buntes Plastikteil, das mit großer Sicherheit nicht lange halten wird. Eigentlich allen klar, oder? Auch mir. Und doch hab ich sie damals gekauft. Es war im Urlaub, Hitze, die Flasche sorgte dort für kühlenden Wassernebel.
Und daheim? Hier darf sie meine Pilzzucht experimente mit Feuchtigkeit benetzen. Dafür reicht die Qualität locker aus. Und bislang hat sie auch immer gut funktiioniert. Bis kurz vor ihrem ersten Geburtstag. Da kam dann plötzlich nur noch ganz wenig Wasser aus der Düse, auch nicht als Sprühnebel, sondern in Tropfenform. Auf dem Pumphebel war kaum noch Spannung. Mist, und das kurz vor der Erntezeit der Kräuterseitlinge.
In die Stadt fahren, eine neue Eine kaufen? Auch hierzulande sprießen ja immer mehr Billighändler aus dem Boden, um ihr mannigfaltiges Plastiksortiment unters Volk zu bringen - und kurze Zeit später die Müllberge wachsen zu lassen. Also nein. Ich hab mir die Flasche mal genauer angeschaut und siehe da, in der einfachen Plastik-Mechanik auch schnell den Fehler gefunden. Die Qualitäts-Feder, die für die Rückstelluing des Pumphebels verantwortlich ist, hat es im Inneren der Mechanik in drei Teile zerbröselt.
Juhuuu, war mein erster Gedanke. Endlich zahlt es sich aus, dass ich alle möglichen Federn aufhebe und sammle, die man so findet und aus anderen Geräten ausschlachtet. Wie der Zufall so will, war genau die richtige Größe im Konvolut enthalten. Einbauen, Wasser auffüllen und nach fünf Minuten hieß es wieder "Wasser marsch". Ein Euro gespart. Viel mehr Wert ist das gute Gefühl.
So habe ich es gemacht:
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