Ernte
Erstmal Sorry für den Chili-Overflow der letzten Tage. Aber nachdem den ganzen Sommer über nahezu gar nichts gelaufen ist in Sachen Chilianbau, überschlagen sich nun die Ereignisse regelrecht. Über Mutanten und Schärfewunder habe ich ja bereits berichtet.
Jetzt öffnet sich auch noch die Tür zur Miniatur-Chiliwelt. Ich habe im Bird-Pepper Strauch die wohl kleinste Chili ihrer Art entdeckt, kaum größer als ein 1 Cent Stück, fertig gereift und nicht angemalt. Wer bietet weniger!?
An alle Leser, die mal wieder Single sein möchten, alle, die lebensmüde sind, und alle, die zu viel Jackass schauen:
Ich hab was für euch!
Danke Herbst, für die Spitzenbedingungen der letzten zwei Wochen. Dauersonne und angenehme Spätsommertemperaturen haben dafür gesort, dass eine reichhaltige Chiliernte 2011 wieder in erreichbare Dimensionen gerückt ist. Alle Sorten werkeln eifrig an ihren Capsaicin geschwellten Schoten, die sich langsam aber sicher ihrem Reifegrad nähren.
Doch der Hot-Pepper Busch springt gewaltig aus der Reihe. Anstatt wie die anderen einfach normale Chilis zu formen, geht es krumm und schief zur Sache. Rund 50 Prozent der Chilis leiden gar an üblen Mutationen. Schön sehen diese nicht aus. Spannend ist's trotzdem. Eine kleine Ursachenforschung.
Alle Besucher, die über eine Suchmaschine hierher gefunden haben und eigentlich Infos über blaue Pillen und andere Wundermittelchen erwartet haben, muss ich enttäuschen. Es geht hier um meine Chilipflanzen. Die haben es 2011 wirklich nicht leicht.
Spätestens wenn im September und Oktober die ersten Chilischoten reifen und sich immer mehr scharfe Früchtchen in einem Sammellager in der Küche häufen, dann stellt sich ambitionierten Chilizüchtern die Frage: "Wohin mit dem ganzen scharfen Zeugs?"
In diesem Kapitel stell ich einige Einsatzgebiete und Rezepte zum Haltbarmachen der Chiliernte vor.




